Funneloptimierung
Viele Website-Besucher, wenige Anfragen: Wo sollten B2B-Unternehmen zuerst prüfen?
Viele Besuche auf der Website und wenige Anfragen sind ein Anlass zur Prüfung. Prüfen Sie zuerst, ob Besuche und Anfragen verlässlich erfasst werden. Untersuchen Sie anschließend, welche User auf welchen Seiten landen, ob das dortige Angebot zu ihrer Frage passt und wie sie den nächsten Schritt machen können. Erst danach lässt sich begründet entscheiden, ob Sie mehr Besucher brauchen, Inhalte verbessern oder Kontaktwege vereinfachen sollten.
1. Stimmt die Beobachtung „wenige Anfragen“?
Klären Sie, was Ihr Team als Anfrage zählt: eine konkrete Projektanfrage, eine Terminbuchung, einen Rückrufwunsch oder auch einen Download? Diese Handlungen beschreiben unterschiedliche Situationen und sollten getrennt ausgewiesen werden.
Gleichen Sie die Website-Auswertung mit den tatsächlich eingegangenen Kontakten ab. Werden telefonische Anfragen und direkte E-Mails berücksichtigt? Erreichen Formularnachrichten das richtige Postfach? Werden wiederholte Versuche, Spam und Testanfragen gesondert behandelt?
Ein gemeldetes Absenden im Analysewerkzeug ist noch kein Nachweis dafür, dass die Nachricht intern angekommen ist. Umgekehrt kann eine echte Anfrage fehlen, wenn die Messung nicht ausgelöst wurde. Technische Einrichtung, Einwilligung und verwendete Kontaktwege können die Datengrundlage begrenzen. Fehlende Daten bleiben unbekannt.
Vergleichen Sie außerdem dieselben Zeiträume und dieselben Einheiten. Seitenaufrufe, Sitzungen und Personen sind unterschiedliche Größen. Eine Quote ist nur verständlich, wenn klar ist, welche Handlung durch welche Bezugsgröße geteilt wird. Einen allgemeinen Zielwert für jede B2B-Website gibt es für diese Prüfung nicht.
2. Kommen die passenden Besucher auf die passende Seite?
Betrachten Sie wichtige Einstiegsseiten und Herkunftskanäle einzeln. Ein Fachartikel kann eine erste Wissensfrage beantworten, während eine Angebotsseite bereits eine konkrete Auswahl unterstützen soll. Beide Seiten an unmittelbaren Projektanfragen zu messen, würde ihre Aufgaben vermischen.
Prüfen Sie bei einer ausgewählten Seite:
Welche Frage oder Erwartung führt Besucher hierher?
Für welche Rollen und Unternehmen ist das Angebot gedacht?
Passt die Ankündigung im Suchergebnis, in einer Anzeige oder einem Beitrag zur Zielseite?
Welche Hinweise sprechen tatsächlich für die Passung, und was wissen wir nicht?
Suchanfragen und Kampagneninformationen liefern Anhaltspunkte. Sie beweisen nicht, dass einzelne Besucher zu Ihren Wunschkunden gehören. Wenn Ihr Team die Zielgruppe unterschiedlich beschreibt, hilft eine gemeinsame Einordnung. Wie daraus nutzbare Kriterien werden, erläutert der Artikel Buyer Personas in Marketing und Vertrieb anwenden.
3. Versteht ein Interessent, was Sie anbieten?
Prüfen Sie die Seite aus Sicht einer Person, die Ihr Unternehmen noch nicht kennt. Wird deutlich, welches Problem Sie lösen, für wen das Angebot geeignet ist und was die Zusammenarbeit umfasst?
Allgemeine Aussagen wie „Wir begleiten Ihre Transformation“ lassen möglicherweise entscheidende Fragen offen. Konkreter wäre eine Beschreibung der Aufgabe, der vorgesehenen Zusammenarbeit und der Ergebnisse, die erarbeitet werden sollen.
Lassen Sie eine mit dem Angebot wenig vertraute Person die Seite ansehen und anschließend in eigenen Worten erklären, was sie verstanden hat. Halten Sie offene Fragen fest, statt aus einer einzelnen Rückmeldung bereits die Ursache aller ausbleibenden Anfragen abzuleiten.
4. Passt der nächste Schritt zum Informationsbedarf?
Wer eine grundlegende Frage recherchiert, möchte möglicherweise noch keinen Beratungstermin buchen. Wer Anbieter vergleicht, benötigt dagegen konkrete Informationen über Leistung, Ablauf und Eignung.
Prüfen Sie deshalb, ob die angebotene Weiterführung zur jeweiligen Seite passt. Das kann ein vertiefender Artikel, eine Leistungsbeschreibung, ein Workshop oder ein Gespräch sein. Benennen Sie, was Interessenten nach dem Klick erwartet. „Gespräch zur Einordnung Ihrer Ausgangslage“ vermittelt eine andere Erwartung als ein unspezifisches „Termin buchen“.
Nicht jeder Besuch muss zu einer Anfrage führen. Die Seite sollte aber einen nachvollziehbaren nächsten Schritt ermöglichen. Der Artikel Customer Journey und Lead Funnel hilft, Informationsbedarf und interne Prozessschritte auseinanderzuhalten.
5. Funktioniert der Kontaktweg auch praktisch?
Gehen Sie den Weg auf Smartphone und Desktop selbst durch. Prüfen Sie insbesondere:
Ist der Kontaktweg auffindbar und bedienbar?
Sind Feldbezeichnungen und Pflichtangaben verständlich?
Werden Fehler so erklärt, dass sie sich korrigieren lassen?
Ist erkennbar, ob die Anfrage erfolgreich übermittelt wurde?
Kommt sie bei der zuständigen Person an?
Fragen Sie bei jedem Pflichtfeld, ob die Information bereits für diesen ersten Kontakt gebraucht wird. Weniger Felder sind kein Selbstzweck: Manche Angaben sind notwendig, um eine Anfrage sinnvoll zu bearbeiten. Vermeiden Sie Informationen, für deren frühe Abfrage es keinen nachvollziehbaren Zweck gibt.
6. Was passiert nach dem Eingang einer Anfrage?
Es kann Anfragen geben, die im Marketingbericht fehlen oder intern liegen bleiben. Klären Sie deshalb Zuständigkeit, Vertretung und Dokumentation. Wer prüft den Eingang? Wer übernimmt den Kontakt? Wie wird festgehalten, ob und warum eine Anfrage weiterbearbeitet wird?
Unterscheiden Sie die Kontaktaufnahme von der fachlichen Eignung und einer konkreten Verkaufschance. Mehr Anfragen helfen wenig, wenn niemand beurteilen kann, welche davon zum Angebot passen. Umgekehrt sollten Kontakte mit späterem Bedarf nicht automatisch als wertlos gelten.
Eine Seite systematisch prüfen
Die folgende Tabelle beschreibt mögliche Erklärungen und Prüfwege.
Beobachtung | Mögliche Erklärung | Nächster Prüfschritt |
|---|---|---|
Viele Aufrufe, wenige dokumentierte Anfragen | Messlücke oder andere Kontaktwege | Analysewerte mit tatsächlichen Eingängen abgleichen |
Viele Besuche auf einem Wissensartikel | Besucher suchen zunächst Orientierung | Aufgabe der Seite und passende Vertiefung prüfen |
Kontaktseite wird besucht, Formular selten begonnen | Unklare Erwartung oder technische Hürde | Kontaktweg auf mehreren Geräten durchgehen |
Formular wird begonnen, aber selten abgesendet | Rückfragen, Fehler oder veränderter Bedarf | Pflichtfelder, Fehlermeldungen und verfügbare Rückmeldungen prüfen |
Anfragen gehen ein, werden aber nicht weiterverfolgt | Unklare Zuständigkeit oder fehlende Passung | Bearbeitung und Ablehnungsgründe nachvollziehen |
Beginnen Sie mit einer relevanten Seite, einem klar abgegrenzten Zeitraum und einem Kontaktweg. Dokumentieren Sie, was Sie beobachten, welche Erklärung Sie prüfen und welche Änderung Sie vornehmen. Beobachten Sie die weitere Entwicklung, ohne gleichzeitig jede Stellschraube zu verändern. Bei kleinen Fallzahlen und wechselnden Besuchergruppen bleiben Schlussfolgerungen entsprechend vorsichtig.
So wird aus „Wir brauchen mehr Leads“ eine konkrete Arbeitsfrage. Die Verbindung von passender Ansprache, sinnvoller Kontaktaufnahme und verlässlicher Weiterbearbeitung ist ein Teil von Lead Management. Dafür braucht es zunächst ein gemeinsames Verständnis des Ablaufs, nicht automatisch ein neues Tool.
Wenn Ihr Team diesen Zusammenhang gemeinsam erarbeiten möchte, finden Sie passende Weiterbildungsangebote bei den Academy-Formaten.
Viele Besuche auf der Website und wenige Anfragen sind ein Anlass zur Prüfung. Prüfen Sie zuerst, ob Besuche und Anfragen verlässlich erfasst werden. Untersuchen Sie anschließend, welche User auf welchen Seiten landen, ob das dortige Angebot zu ihrer Frage passt und wie sie den nächsten Schritt machen können. Erst danach lässt sich begründet entscheiden, ob Sie mehr Besucher brauchen, Inhalte verbessern oder Kontaktwege vereinfachen sollten.
1. Stimmt die Beobachtung „wenige Anfragen“?
Klären Sie, was Ihr Team als Anfrage zählt: eine konkrete Projektanfrage, eine Terminbuchung, einen Rückrufwunsch oder auch einen Download? Diese Handlungen beschreiben unterschiedliche Situationen und sollten getrennt ausgewiesen werden.
Gleichen Sie die Website-Auswertung mit den tatsächlich eingegangenen Kontakten ab. Werden telefonische Anfragen und direkte E-Mails berücksichtigt? Erreichen Formularnachrichten das richtige Postfach? Werden wiederholte Versuche, Spam und Testanfragen gesondert behandelt?
Ein gemeldetes Absenden im Analysewerkzeug ist noch kein Nachweis dafür, dass die Nachricht intern angekommen ist. Umgekehrt kann eine echte Anfrage fehlen, wenn die Messung nicht ausgelöst wurde. Technische Einrichtung, Einwilligung und verwendete Kontaktwege können die Datengrundlage begrenzen. Fehlende Daten bleiben unbekannt.
Vergleichen Sie außerdem dieselben Zeiträume und dieselben Einheiten. Seitenaufrufe, Sitzungen und Personen sind unterschiedliche Größen. Eine Quote ist nur verständlich, wenn klar ist, welche Handlung durch welche Bezugsgröße geteilt wird. Einen allgemeinen Zielwert für jede B2B-Website gibt es für diese Prüfung nicht.
2. Kommen die passenden Besucher auf die passende Seite?
Betrachten Sie wichtige Einstiegsseiten und Herkunftskanäle einzeln. Ein Fachartikel kann eine erste Wissensfrage beantworten, während eine Angebotsseite bereits eine konkrete Auswahl unterstützen soll. Beide Seiten an unmittelbaren Projektanfragen zu messen, würde ihre Aufgaben vermischen.
Prüfen Sie bei einer ausgewählten Seite:
Welche Frage oder Erwartung führt Besucher hierher?
Für welche Rollen und Unternehmen ist das Angebot gedacht?
Passt die Ankündigung im Suchergebnis, in einer Anzeige oder einem Beitrag zur Zielseite?
Welche Hinweise sprechen tatsächlich für die Passung, und was wissen wir nicht?
Suchanfragen und Kampagneninformationen liefern Anhaltspunkte. Sie beweisen nicht, dass einzelne Besucher zu Ihren Wunschkunden gehören. Wenn Ihr Team die Zielgruppe unterschiedlich beschreibt, hilft eine gemeinsame Einordnung. Wie daraus nutzbare Kriterien werden, erläutert der Artikel Buyer Personas in Marketing und Vertrieb anwenden.
3. Versteht ein Interessent, was Sie anbieten?
Prüfen Sie die Seite aus Sicht einer Person, die Ihr Unternehmen noch nicht kennt. Wird deutlich, welches Problem Sie lösen, für wen das Angebot geeignet ist und was die Zusammenarbeit umfasst?
Allgemeine Aussagen wie „Wir begleiten Ihre Transformation“ lassen möglicherweise entscheidende Fragen offen. Konkreter wäre eine Beschreibung der Aufgabe, der vorgesehenen Zusammenarbeit und der Ergebnisse, die erarbeitet werden sollen.
Lassen Sie eine mit dem Angebot wenig vertraute Person die Seite ansehen und anschließend in eigenen Worten erklären, was sie verstanden hat. Halten Sie offene Fragen fest, statt aus einer einzelnen Rückmeldung bereits die Ursache aller ausbleibenden Anfragen abzuleiten.
4. Passt der nächste Schritt zum Informationsbedarf?
Wer eine grundlegende Frage recherchiert, möchte möglicherweise noch keinen Beratungstermin buchen. Wer Anbieter vergleicht, benötigt dagegen konkrete Informationen über Leistung, Ablauf und Eignung.
Prüfen Sie deshalb, ob die angebotene Weiterführung zur jeweiligen Seite passt. Das kann ein vertiefender Artikel, eine Leistungsbeschreibung, ein Workshop oder ein Gespräch sein. Benennen Sie, was Interessenten nach dem Klick erwartet. „Gespräch zur Einordnung Ihrer Ausgangslage“ vermittelt eine andere Erwartung als ein unspezifisches „Termin buchen“.
Nicht jeder Besuch muss zu einer Anfrage führen. Die Seite sollte aber einen nachvollziehbaren nächsten Schritt ermöglichen. Der Artikel Customer Journey und Lead Funnel hilft, Informationsbedarf und interne Prozessschritte auseinanderzuhalten.
5. Funktioniert der Kontaktweg auch praktisch?
Gehen Sie den Weg auf Smartphone und Desktop selbst durch. Prüfen Sie insbesondere:
Ist der Kontaktweg auffindbar und bedienbar?
Sind Feldbezeichnungen und Pflichtangaben verständlich?
Werden Fehler so erklärt, dass sie sich korrigieren lassen?
Ist erkennbar, ob die Anfrage erfolgreich übermittelt wurde?
Kommt sie bei der zuständigen Person an?
Fragen Sie bei jedem Pflichtfeld, ob die Information bereits für diesen ersten Kontakt gebraucht wird. Weniger Felder sind kein Selbstzweck: Manche Angaben sind notwendig, um eine Anfrage sinnvoll zu bearbeiten. Vermeiden Sie Informationen, für deren frühe Abfrage es keinen nachvollziehbaren Zweck gibt.
6. Was passiert nach dem Eingang einer Anfrage?
Es kann Anfragen geben, die im Marketingbericht fehlen oder intern liegen bleiben. Klären Sie deshalb Zuständigkeit, Vertretung und Dokumentation. Wer prüft den Eingang? Wer übernimmt den Kontakt? Wie wird festgehalten, ob und warum eine Anfrage weiterbearbeitet wird?
Unterscheiden Sie die Kontaktaufnahme von der fachlichen Eignung und einer konkreten Verkaufschance. Mehr Anfragen helfen wenig, wenn niemand beurteilen kann, welche davon zum Angebot passen. Umgekehrt sollten Kontakte mit späterem Bedarf nicht automatisch als wertlos gelten.
Eine Seite systematisch prüfen
Die folgende Tabelle beschreibt mögliche Erklärungen und Prüfwege.
Beobachtung: Viele Aufrufe, wenige dokumentierte Anfragen
Mögliche Erklärung: Messlücke oder andere Kontaktwege
Nächster Prüfschritt: Analysewerte mit tatsächlichen Eingängen abgleichen
Beobachtung: Viele Besuche auf einem Wissensartikel
Mögliche Erklärung: Besucher suchen zunächst Orientierung
Nächster Prüfschritt: Aufgabe der Seite und passende Vertiefung prüfen
Beobachtung: Kontaktseite wird besucht, Formular selten begonnen
Mögliche Erklärung: Unklare Erwartung oder technische Hürde
Nächster Prüfschritt: Kontaktweg auf mehreren Geräten durchgehen
Beobachtung: Formular wird begonnen, aber selten abgesendet
Mögliche Erklärung: Rückfragen, Fehler oder veränderter Bedarf
Nächster Prüfschritt: Pflichtfelder, Fehlermeldungen und verfügbare Rückmeldungen prüfen
Beobachtung: Anfragen gehen ein, werden aber nicht weiterverfolgt
Mögliche Erklärung: Unklare Zuständigkeit oder fehlende Passung
Nächster Prüfschritt: Bearbeitung und Ablehnungsgründe nachvollziehen
Beginnen Sie mit einer relevanten Seite, einem klar abgegrenzten Zeitraum und einem Kontaktweg. Dokumentieren Sie, was Sie beobachten, welche Erklärung Sie prüfen und welche Änderung Sie vornehmen. Beobachten Sie die weitere Entwicklung, ohne gleichzeitig jede Stellschraube zu verändern. Bei kleinen Fallzahlen und wechselnden Besuchergruppen bleiben Schlussfolgerungen entsprechend vorsichtig.
So wird aus „Wir brauchen mehr Leads“ eine konkrete Arbeitsfrage. Die Verbindung von passender Ansprache, sinnvoller Kontaktaufnahme und verlässlicher Weiterbearbeitung ist ein Teil von Lead Management. Dafür braucht es zunächst ein gemeinsames Verständnis des Ablaufs, nicht automatisch ein neues Tool.
Wenn Ihr Team diesen Zusammenhang gemeinsam erarbeiten möchte, finden Sie passende Weiterbildungsangebote bei den Academy-Formaten.